Title | : | Fat Acceptance. Positionen und Praxen einer körperpolitischen Bewegung. |
Author | : | |
Rating | : | |
ISBN | : | - |
Language | : | German |
Format Type | : | Paperback |
Number of Pages | : | 104 |
Publication | : | Published September 1, 2017 |
Körperfett ist längst nicht mehr, wie bis Ende des 19. Jahrhunderts, ein Symbol für Reichtum und Erfolg, sondern wurde zur Jahrhundertwende mit negativen Attributen verbunden, während Dünnsein im puritanischen Sinne mit Fleiß, Reinheit und Enthaltsamkeit assoziiert wurde. Die modernen Narrationen über Dickleibigkeit verdichten sich in den neoliberalen Anforderungen an das Individuum zu der Aufforderung, sich durch "richtiges" Ernährungsverhalten gesund zu halten und damit einen richtungsgebenden Idealkörper anzustreben. Sie stellen entwertende Stereotype über dicke Körper her, in denen sich Vorstellungen über Klasse, Geschlecht, Disability, Sexualität und "Race" wiederfinden.
Der aus der Fat-Acceptance-Bewegung entstandene, angloamerikanische Begriff "Fat-Shaming" kritisiert diese Entwertung. Die in dieser Beschämung enthaltenen gesellschaftlichen Wertansprüche werden von Anne Sophie Menzinger in ihren Machtwirkungen untersucht. Die Fat-Acceptance-Bewegung positioniert sich seit einigen Jahren zum Thema Körperfett in einer radikalen Abgrenzung zu Gesundheitsdiskursen und hegemonialen Körperbildern.
Anne Sophie Menzinger ergründet, welches Ethos und welches Politikverständnis dem Fat Activism zugrunde liegen. Die Entwicklung der Fat-Acceptance-Bewegung, die unterschiedlichen Strömungen und ihr Verhältnis zu queerfeministischen Positionen werden dargestellt und nicht zuletzt ihre unterschiedlichen theoretischen Referenzen diskutiert. Auch eine Auseinandersetzung mit den Identitätspolitiken dicker_fetter Artikulationen bei gleichzeitigem Bestreben, Zuschreibenden aufzulösen und zu dekonstruieren, findet hier Raum.
Der aus der Fat-Acceptance-Bewegung entstandene, angloamerikanische Begriff "Fat-Shaming" kritisiert diese Entwertung. Die in dieser Beschämung enthaltenen gesellschaftlichen Wertansprüche werden von Anne Sophie Menzinger in ihren Machtwirkungen untersucht. Die Fat-Acceptance-Bewegung positioniert sich seit einigen Jahren zum Thema Körperfett in einer radikalen Abgrenzung zu Gesundheitsdiskursen und hegemonialen Körperbildern.
Anne Sophie Menzinger ergründet, welches Ethos und welches Politikverständnis dem Fat Activism zugrunde liegen. Die Entwicklung der Fat-Acceptance-Bewegung, die unterschiedlichen Strömungen und ihr Verhältnis zu queerfeministischen Positionen werden dargestellt und nicht zuletzt ihre unterschiedlichen theoretischen Referenzen diskutiert. Auch eine Auseinandersetzung mit den Identitätspolitiken dicker_fetter Artikulationen bei gleichzeitigem Bestreben, Zuschreibenden aufzulösen und zu dekonstruieren, findet hier Raum.
Fat Acceptance. Positionen und Praxen einer körperpolitischen Bewegung. Reviews
-
Vielen Dank für dieses Buch! Ich habe es für meine Bachelorarbeit, die zu einem großen Teil mit dem Thema Fat Acceptance/ Fat Activism zu tun hat, gelesen. Obgleich ich schon einiges über die Bewegung wusste, haben sich mir neue spannende Perspektiven und Fragen eröffnet und ich habe einige Dinge dazugelernt. Ich würde dieses Buch aber auch Personen empfehlen, die sich erstmalig mit Fat Acceptance auseinandersetzen möchten, denn es bietet einen tollen und - hinsichtlich der Kürze - erstaunlich vielseitigen Überblick über die Inhalte und die unterschiedlichen Positionen der Bewegung.